Liebe Freunde von Bio-Eiern,
„Rette meinen Bruder“, Schluss mit dem nutzlosen Töten, so lautet der Ansatz der Bruderhahn Initiative, die sich einer Schattenseite der Legehennenhaltung angenommen hat. Was verbirgt sich dahinter? Im Laufe der letzten 30 Jahre hat sich im Bereich der Geflügelhaltung sehr viel verändert. Die Legehennen sind auf extrem hohe Legeleistung gezüchtet, die männlichen Küken dieser Zuchtlinien sind nicht zur Mast geeignet, sie werden direkt nach dem Schlüpfen aussortiert und getötet. Von 34 Millionen Legehennen leben ca. 2,4 Millionen auf Biobetrieben, das heißt, es werden jährlich ebenso viele männliche Küken getötet. Diese Praxis wollen wir, die Initiatoren der Bruderhahn Initiative (Carsten Bauck, Bauckhof Klein Süstedt; Matthias Deppe, Naturkost Nord; Hermann Heldberg, Naturkost Elkershausen; Thomas Hölscher Naturkost Erfurt) nicht länger mitmachen, sie ist für eine ökologische Erzeugung ethisch nicht vertretbar. Die BID strebt als Ziel die Züchtung von Geflügelrassen an, die sich wirtschaftlich für die Eierproduktion und die Mast eignen. Laufende Züchtungsversuche von Zweinutzungshuhnrassen haben bisher noch zu keinem guten Ergebnis geführt.
So kommt es zu der „Zwischenlösung“ – der Aufzucht von Bruderhahn-Küken. Um den finanziellen Mehraufwand (langsameres Wachstum bei höherem Futterbedarf) auszugleichen, wird auf jedes Bruderhahn-Ei ein Aufschlag von 4 Cent erhoben. Der Kunde im Laden kann so seinen Beitrag zur Initiative leisten und zum Erreichen der Ziele beitragen. „4 Cent für die Ethik“, so lautet der Slogan mit dem ab 01.01.2013 die Mehrkosten der Eier von uns beteiligten Großhändlern beworben werden.
Mit den besten Wünschen für das NEUE JAHR 2013
Hermann Heldberg und Thomas Hölscher