Jetzt kommt es auf uns alle an: Setzt euch mit uns gemeinsam für eine gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung ein!
Aktuell wird auf europäischer Ebene über einen Gesetzesentwurf zu neuen Gentechnik-Pflanzen verhandelt, deren Auswirkungen fatal wären. Jetzt kommt es drauf an: Die gewählten Europaparlamentarier:innen und die EU-Mitgliedstaaten haben es in der Hand und können den in vielerlei Hinsicht inakzeptablen Gesetzesentwurf zu neuen Gentechnik-Pflanzen stoppen. Deshalb mobilisieren wir jetzt nochmal alle Kräfte und schreiben die MdEPs direkt an. Dafür haben wir einen Sammelbrief verfasst, den Sie und Ihr gerne unterschreiben könnt. Wir sammeln die Unterzeichnenden und schicken den gemeinsamen Brief am 14. Januar 2026 an den Umweltausschuss des Europaparlaments (der am 19. Januar 2026 tagt) und zusätzlich an alle Europaparlamentareir:innen (vor der Endabstimmung).
Mehr Infos:
Aktuell steht eine sehr weitreichende und für uns Bäuer:innen, Gärtner:innen, Züchtende und Lebensmittelherstellende bedrohliche Entscheidung an. Die Frage ist, ob wir in Zukunft noch die Möglichkeit und das Recht haben, gentechnikfrei zu erzeugen – egal ob bio oder konventionell wirtschaftend. Denn laut einem aktuellen Gesetzesentwurf sollen alle bisherigen Schutzmöglichkeiten vor Gentechnik-Verunreinigungen unseres Saatguts, unserer Ernten und unserer Lebensmittel abgeschafft werden. Ebenso alle Instrumente zur Rückverfolgbarkeit und Rückholbarkeit im Schadensfall. Auch die bisherigen Haftungsregelungen bei wirtschaftlichen Schäden durch Kontaminationen sollen dann nicht mehr gelten. Selbst die Wahl- und Entscheidungsfreiheit für Verbraucher:innen, also die Kennzeichnungspflicht soll abgeschafft werden. Mit der geplanten Deregulierung würde es auch zu einer Patentierungswelle auf NGT-Pflanzen und -Produkte kommen. Dann wäre Saatgut nicht mehr frei verfügbar. Dies würde die Züchtung und die Vielfalt an Sorten und Anbietern stark reduzieren und uns extrem abhängig machen.
Über den in vielerlei Hinsicht inakzeptablen Gesetzesentwurf muss nun die Europaparlamentarier:innen abstimmen. Sie haben es in der Hand diesen sehr einseitigen Gesetzesentwurf, der allein die Interessen der Gentechnik-Industrie bedient, abzulehnen und bei der Endabstimmung mit NEIN zu stimmen. Dann würden neue Gentechnik-Pflanzen weiter nach bestehendem EU-Gentechnikrecht geregelt, also einer verpflichtenden Risikoprüfung und Kennzeichnungspflicht unterliegen, sowie Koexistenz- und Haftungsregelungen.
Es geht um die Zukunft unserer Lebensmittelerzeugung und die Existenzsicherung unserer Höfe und Unternehmen.
Um die Europaparlamentarier zu einem NEIN zu bewegen hat die AbL einen Sammelbrief (Link) von Bäuer:innen, Gärtner:innen, Züchtenden und Verarbeitenden verfasst. Bitte unterschreiben Sie / Ihr den gemeinsamen Brief über dieses Formular (Link)
Wir senden den gemeinsamen Brief mit allen Unterzeichnenden Mitte Januar 2026 an den zuständigen Umweltausschuss des Europaparlaments und Ende Februar an alle deutschen Europaparlamentarier:innen.
Danke fürs Mitmachen und Ihre / Eure Unterstützung!
