Kein Freifahrtschein für neue Gentechnik in unserem Essen

Nicht hinter unserem Rücken!

Können wir in Zukunft noch gentechnikfreie Pflanzen züchten, säen und ernten? Bekommen Verarbeitungsbetriebe weiterhin gentechnikfreie Rohstoffe? Kann der Handel den Verbraucher:innen auch in Zukunft Transparenz bieten, damit sie erkennen können, ob sie eine gentechnisch veränderte Gurke oder eine herkömmlich gezüchtete kaufen? Wenn es nach dem Willen weniger großer Saatgut- und Agrarchemie-Konzerne geht, würde dies bald unmöglich sein.
Damit wir alle auch in Zukunft die Wahl haben, hat Demeter gemeinsam mit einem europaweiten Bündnis eine Petition für klare Kennzeichnungsregeln und die Beibehaltung des Vorsorgeprinzips gestartet und ruft dazu auf, diese zu unterstützen.
Fordern auch Sie mit Ihrer Unterschrift die Verantwortlichen in der Politik auf, sich dafür einzusetzen, dass die EU-Gentechnikgesetzgebung auch zukünftig für die neuen Gentechnikverfahren gilt!

Die Forderungen der Petition:
1. Auchneue gentechnisch veränderte Organismen (GVO) müssenso gekennzeichnet werden, dass Verbraucher:innen,Landwirt:innen, Züchtung, Handel und Verarbeitung siejederzeit erkennen und vermeiden können.
2. Auchneue GVO müssen weiterhin entsprechend demEU-Vorsorgeprinzip einer Risikoprüfung und -bewertungunterzogen werden.
3. Rückverfolgbarkeitund Nachweisverfahren müssen eineZulassungsvoraussetzung für GVO bleiben, ebenso dieRückholbarkeit. Wer GVO auf den Markt bringt, muss fürRisiken und Folgeschäden haften.
4. EU,Bund und Länder müssen mehr Forschung zu Umwelt-, Biodiversitäts- und Gesundheitsrisiken neuer GVO, zuihren sozio-ökonomischen Auswirkungen sowie zurEntwicklung genereller Nachweisverfahren fördern.
5. Umeine vielfältige, klimafreundliche und sozial gerechteökologische und bäuerliche Landwirtschaftvoranzubringen, sollten vor allem Forschung undWeiterentwicklung von bewährten und wirksamengentechnikfreien agrarökologischen Methoden gefördertwerden.

Hintergrund:
Seit 2001 wird die Zulassung und Kennzeichnung von GVOin der Europäischen Union nachdem Vorsorgeprinzip geregelt:Nur zugelassene GVOs dürfen auf den Markt, nachdem sieauf ihre Risiken geprüft wurden. Sie müssengekennzeichnet und rückverfolgbar sein. NeueGentechnik-Methoden, insbesondere dieCRISPR/Cas-Technologie, zur Veränderung von Pflanzen,Tieren und Mikroorganismen bergen neue undunabschätzbare Risiken. Der oberste Gerichtshof der EUhat deshalb 2018 festgestellt: Auch neue Gentechnik istGentechnik und ist als solche zu regulieren.
Trotzdemwill die Europäische Kommissiondas Gentechnikrecht aufweichen.
Im September 2021 hat die EU-Kommission eine Initiativegestartet mit dem Ziel, das Gentechnikgesetzaufzuweichen. Dagegen wehren wir uns – denn über 80 % der Bürgerinnen undBürger der EU wollen auch in Zukunftwissen, ob in ihrem Essen Gentechnik ist und sie wolleneine Risikoprüfung von GVO-Produkten. Bäuerinnen undBauern fordern das Recht, weiterhin selbstbestimmtgentechnikfrei erzeugen zu können. Eine Deregulierungneuer Gentechniken wäre ein Angriff auf unsereWahlfreiheit und demokratische Selbstbestimmung darüber,was wir züchten, anbauen und essen. Denn dann würdewahrscheinlich ein Großteil der auf den Markt kommendenneuen Gentechnik-Pflanzen nicht mehr nach dem derzeitgeltenden Gentechnikgesetz reguliert werden. Das würdedem in der EU geltenden Vorsorgeprinzip widersprechen.Bäuerinnen und Bauern könnten die Gentechnikfreiheitihrer konventionellen oder ökologischen Produkte nichtmehr sicherstellen, genauso wenig wie dieLebensmittelverarbeitungsunternehmen oder derHandel. Verbraucherinnen und Verbraucherhätten keine Wahlfreiheit mehr. Jetzt giltes mitzureden, damit Sie auch später noch selbstbestimmen können, was auf Ihren Teller kommt!

Jetzt Online-Petition mitzeichnen!

 

 

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