Die Agrarwende braucht dich – bleibe mit uns auch 2023 dran

Liebe Engagierte und Interessierte, 
liebe Freundinnen und Freunde,  

ein mehr als bewegtes, in weiten Teilen schwieriges Jahr liegt hinter uns. Die politische Situation ist allerorten herausfordernd und gerade auch in der Agrarpolitik braucht es massive Anstrengungen um das dramatische Artensterben aufzuhalten und die nötige Transformation der Landwirtschaft weiter voranzutreiben.

Wer sich in diesem Sinne mit uns für die Ernährungssicherheit unserer Kinder und Enkelkinder engagieren möchte, kann dies mit einer kleinen oder größeren Spende für unsere Projekte tun. Jeder Beitrag hilft!
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Unsere Arbeit trägt Früchte. Darüber möchten wir heute eine kleine Rückschau mit euch teilen und zeigen, was das Bündnis bewegt und vor allem – bewegt hat:

• Unser EU Webinar im April wurde von weit über 200 Zuschauer*innen besucht, darunter vielen Multiplikator*innen, Behördenvertreter*innen und Journalist*innen. Es war eine lebhafte und lehrreiche Diskussion u.a. mit EU-Parlamentarier Martin Häusling. Unsere Studie sowie unserer Forderungen wurden noch einmal mit Nachdruck ins Licht der politischen Wahrnehmung gerückt.
• Wir haben unsere Vernetzungsarbeit intensiv weiter vorangetrieben und mit anderen NGOs, Wissenschaftler*innen und Vertreter*innen der Bio-Branche politische Statements und Briefe publiziert. Vor allem das Thema der verschobenen Pestizidreduktions-Verordnung (SUR) steht immer wieder im Zentrum und wir nehmen Einfluss auf relevante Diskussionen und Entscheidungen.
• Wir haben uns an der europaweiten Aktion „Pestizid-Check-up“ zur Sammlung von Haarproben beteiligt. Die Ergebnisse wurden Mitte Oktober bekannt gegeben: In fast einem Drittel der Proben wurden Pestizid-Rückstände gefunden, darunter auch die Wirkstoffe, die in unserer Luft-Studie am häufigsten gefunden wurden. Gemeinsam mit Good Food Good Farming haben viele unserer Bündnismitglieder in und vor ihren Läden mit uns symbolische Haarsträhnen gesammelt, die auf einer Protestaktion in Brüssel präsentiert wurden.
Wir haben den „Faktencheck“ und viele weitere spannende Artikel rund um Bio und Agrarpolitik veröffentlicht und damit stichhaltiges Wissen und Argumente für die Agrarwende zusammengetragen.
• Am 8. September haben wir rund 10.000 Unterschriften aus unserer Forderungskampagne im BMEL an Dr. Ophelia Nick überreicht. Im Gespräch profilierten wir uns als Fachorganisation zum Thema Luftmonitoring und wichtige Stimme der Bio-Branche.
• Unsere Europäische Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten“, die das BEL maßgeblich mit unterstützt hat, wurde im Oktober von der EU-Kommission offiziell für gültig erklärt. Über 1 Million EU-Bürger*innen haben die EBI unterschrieben und so einen Ausstieg aus chemisch-synthetischen Pestiziden in Europa gefordert. Im November wurden die Forderungen der EBI in der EU-Kommission entgegengenommen. Am 24. Januar 2023 findet die Anhörung im EU-Parlament statt.
• Im November hat uns das Bundesamt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft (BVL) zum Fachgespräch eingeladen und bat um unsere Expertise zur Bewertung eines geplanten staatlichen Luftmonitorings. Wir haben vereinbart, dass unser Bündnis auch künftig am Prozess beteiligt wird.

Wie geht es weiter für uns? Für die nächsten Monate haben wir schon Vieles vor. Werft gerne einen Blick auf unsere spannenden Vorhaben:

• Podiumsdiskussion zu Rückstandsanalysekosten der Bio-Branche: Es ist eigentlich absurd – Hersteller und Verarbeiter*innen von Bio-Produkten zahlen jährlich Zehntausende um nachzuweisen, dass ihre Produkte frei von Pestizid-Rückständen sind. Dabei sind sie ja nicht einmal die Verursacher! Wir haben eine Umfrage unter unseren Mitgliedern und weiteren Bio-Hersteller*innen initiiert, um genaue Zahlen zu ermitteln und publizieren sie erstmals auf der Fachmesse „Biofach“ in Nürnberg am 14. Februar. Mit dabei ist die parlamentarische Staatssekretärin Frau Dr. Nick und wir diskutieren Lösungswege.
• Europäisches Forschersymposium zum Thema Pestizidbelastung in der Luft. Vom 31.5. bis 1.6. bringen wir Fachleute aus Wissenschaft und Politik für 1,5 Tage zusammen an einen Tisch und drängen auf weitere politische Schritte.
• Kampagne zur drohenden Wiederzulassung von Glyphosat: 2023 steht die Entscheidung über die weitere Zulassung des hormonaktiven Herbizids steht an. Wir werden uns mit öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen dafür einsetzen, dass dies nicht geschieht.
• Pestizid-Radar: Für alle, die politisch stets auf dem neuesten Stand bleiben möchten, werden wir einen E-Mail-Nachrichtendienst einrichten.

Eins ist klar: Das Jahr war schwierig, herausfordernd, bisweilen ernüchternd sogar. Viele unserer Mitglieder aus der Bio-Branche haben dies besonders gespürt. Umso gewichtiger und wertvoller ist es, dass ihr als Interessierte, Engagierte und Beobachter*innen gemeinsam mit uns an den Themen bleibt, euer Wissen im Umfeld teilt, unser Zeichen der Biene mit verbreitet und uns auf vielerlei Weise und nach euren Möglichkeiten den Rücken stärkt, Tag für Tag. Hierfür ein dickes DANKE!

Wir hören uns im neuen Jahr, bis dahin bleibt gesund und zuversichtlich – und kommt gut in das Jahr 2023!!

Mit enkeltauglichen Grüßen
Julia Schumacher
und das gesamte BEL-Team

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