Bester Bioland-Bauer im Land kommt aus Südniedersachsen

VON HIER KOMMEN UNSERE VON-LINSEN.

 

Der Rinder-Flüsterer wird Biolandwirt des Jahres
Bioland-Bauer Daniel Wehmeyer mit Ceres Award ausgezeichnet

Visselhövede/Osterode, 13.10.2017. Wenn Bioland-Bauer Daniel Wehmeyer zu seinen
Weiden auf den Hängen des Harzes kommt, laufen ihm seine Rinder entgegen. Low-Stress-
Stockmanship betreibt der junge Landwirt, einen besonders ruhigen Umgang mit den Tieren,
der auf Körpersprache setzt. Seine Bullen und Mutterkühe danken es ihm mit handzahmem
Verhalten. Nun wurde der 35-jährige mit dem Ceres Award als Biolandwirt des Jahres für sein
besonderes Engagement ausgezeichnet.
„Der Preis ist Balsam für unsere Seele. Bis zur Bekanntgabe war die Spannung fast
unerträglich. Damit haben wir nun auch die Würdigung der gesamten landwirtschaftlichen
Branche erhalten und dies ist für uns ein Erfolg auf ganzer Linie“, freut sich Daniel Wehmeyer.
Neben dem außergewöhnlichen Umgang mit den Rindern lobte die Jury die Weidehaltung und
das Engagement zum Erhalt der vom Aussterben bedrohten Rasse Harzer Rotes Höhenvieh.
Für seine Zucht hat Daniel Wehmeyer im vergangenen Jahr bereits den Bundespreis
Ökolandbau erhalten. Seinen Hof in Düna bei Osterode hat der Biolandwirt im Alter von gerade
einmal 20 Jahren von seinen Eltern übernommen. Innerhalb weniger Jahre hat er den
Nebenerwerbsbetrieb zu einem erfolgreichen Familienbetrieb mit 415 Hektar Grün- und
Ackerland und 240 Rindern ausgebaut. Seine Biofleisch- und Wurstwaren vermarktet
Wehmeyer in der Region, so wird das besondere Fleisch der seltenen Rasse unter anderem in
Restaurants in der Umgebung angeboten.
„Wir haben wunderbare Menschen und Betriebe in unserem Bioland-Verband!“, freut sich
Bioland-Vizepräsidentin Stephanie Strotdrees und fasst zusammen: „Ich gratuliere Daniel
Wehmeyer und seiner Frau ganz herzlich zu der Auszeichnung für ihr Engagement. Sie
verbinden auf vorbildliche Weise regionale Erzeugung und Vermarktung, hohes Tierwohl in der
Haltungsform und im Umgang mit den Tieren sowie konsequenten Biolandbau.“

Innovative Konzepte für Acker und Grünland

Die Ackerflächen des Hofs nutzt Wehmeyer für innovative Konzepte. So baut er möglichst
unabhängig von externen Mitteln neben einem Gemenge aus Ackerbohnen und Hafer als
Bullenfutter auch Speiselinsen mit Sommergerste an. Den selbst kompostierten Mist seiner
Rinder bringt er wieder in die Bestände ein. „Die hohe Kraft des Bodens und der
funktionierende geschlossene Kreislauf haben uns überzeugt, mit dem Biolandbau auf dem
richtigen Weg zu sein“, erläutert Wehmeyer. Während die Linsen über den Naturkosthandel
vertrieben werden, geht das Backgetreide an eine benachbarte Vollkornbäckerei. Auch in den
lokalen Naturschutz bringt sich Wehmeyer ein und arbeitet aktiv mit den örtlichen
Naturschutzbehörden zusammen. Mit seinen Rindern pflegt er die wertvollen Grünlandbiotope.
Dabei muss er die Vorgaben spezieller Schutzprogramme für seltene Pflanzen- und Vogelarten
einhalten.

 

Quelle: Pressemitteilung Bioland e.V.

Bildquelle: © Philipp Ledényi für dlz agrarmagazin

 

 

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